Jan
09

Heilverfahren dienen der Wiederherstellung der Gesundheit. Deren Einteilung in richtig, klassisch bzw. orthodox oder falsch, alternativ bzw. komplementär ist durchaus Veränderungen unterworfen.

Im deutschen Sozialrecht wurden bis zum In-Kraft-Treten des SGB IX stationäre Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (”Kuren”) als Heilverfahren bezeichnet. [1]

Alternative Heilverfahren

siehe Liste alternativmedizinischer Behandlungsmethoden

Diät

siehe auch Diät

  • Heilfasten
  • Makrobiotik
  • Weight Watchers

Einzelnachweise

Siehe auch

Evidenzbasierte Medizin, Geschichte der Medizin, Krankengymnastik, Krankheit

Jan
09

Die Kreta-Diät, oft auch Mittelmeer-Diät genannt, ist eine Ernährungsform, die inspiriert ist von der traditionellen Küche in den verschiedenen Mittelmeer-Ländern, die umgangssprachlich oft als Mittelmeerküche bezeichnet wird; sie ist aber nicht mit dieser identisch. Die Ernährungsweise in diesen Ländern gilt als besonders gesund, da mehrere Studien in den vergangenen Jahrzehnten ergeben haben, dass die Bewohner der Mittelmeer-Regionen seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden und gerade die Menschen auf der Insel Kreta eine über dem europäischen Durchschnitt liegende Lebenserwartung haben.

Die als Mittelmeer-Diät publizierten Ernährungsempfehlungen entsprechen jedoch nicht der tatsächlichen Alltagskost in Ländern wie Spanien, Italien und Griechenland und auch nicht der heute üblichen auf Kreta. Die Bezeichnung ist vor allem ein Marketingbegriff von Autoren bzw. ein Schlagwort für eine bestimmte Ernährungsform.

Diät-Prinzipien

Die unter dem Begriff Kreta-Diät oder Mittelmeer-Diät publizierten Ernährungsempfehlungen stellen eine spezielle Auswahl von Lebensmitteln dar, die im Mittelmeerraum regelmäßig gegessen werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Gemüse, Salat, Obst, Fisch, Knoblauch, wenig rotem Fleisch, der Verwendung von Olivenöl sowie täglich maximal einem Glas Rotwein. Die Zubereitungsempfehlungen unterscheiden sich jedoch stark von der traditionellen Mittelmeerküche, in der grundsätzlich reichlich Fett zum Braten verwendet und häufig Frittiertes gegessen wird. Durchschnittlich konsumiert jeder Einwohner Kretas 31 Liter Olivenöl pro Jahr.GEO Ausg. 04/2005, S. 33 Nur in Küstengebieten und auf Inseln dominiert tatsächlich der Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten; es wird auch deutlich mehr Wein konsumiert.

Es gibt Varianten der Mittelmeer-Diät, die speziell als Reduktionsdiät beworben werden, grundsätzlich handelt es sich jedoch um eine ausgewogene Mischkost, die als Dauerernährung konzipiert ist. Ohne entsprechende Kalorienreduzierung ist von dieser Kost keine Gewichtsabnahme zu erwarten.

Studien

Die erste Studie, die Hinweise auf eine besonders gesunde Lebensweise auf Kreta gab, war die sogenannte „Sieben-Länder-Studie“ von Ancel Keys in den 1950er und 1960er Jahren über einen Zeitraum von 15 Jahren. Dabei wurde die Häufigkeit von Gefäß- und Krebserkrankungen in mehreren Ländern untersucht. Die geringste Krankheitsrate gab es damals auf Kreta, außerdem war die Lebenserwartung der Menschen signifikant höher. Es gab kaum Fälle von Arteriosklerose und deutlich weniger Herzinfarkte als im Durchschnitt.WDR-Bericht zur Kreta-Diät Laut WHO starben in den 1980er Jahren in den USA fast 40-mal mehr Menschen an Erkrankungen der Herzkranzgefäße als auf Kreta.Quarks & Co. Aufgrund dieser Ergebnisse kamen Wissenschaftler zu der Überzeugung, dass die Ernährung hierfür ausschlaggebend sei, die daher in den Mittelpunkt des Interesses rückte. Vor allem dem reichlich verwendeten Olivenöl wurde gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben, da es den Cholesterinspiegel nicht erhöht.

Als weiterer Beleg für die gesundheitsfördernde Wirkung der Mittelmeer-Diät wird häufig die „Lyon Diet Heart Study“ in den 1990er Jahren genannt, bei der Herzinfarktpatienten in zwei Gruppen eingeteilt und vier Jahre lang beobachtet wurden; eine davon ernährte sich nach der Kreta-Diät. Als Ergebnis wurde ermittelt, dass die „Kreta-Gruppe“ weniger Reinfarkte erlitt und das kardiovaskuläre Risiko um 50 Prozent niedriger sei. Allerdings ergab diese Studie auch, dass diese Ernährungsform nicht wie erwartet den Cholesterinspiegel beeinflusste, auch nicht den Blutdruck und den Body-Mass-Index. Meistens wird auch nicht erwähnt, dass bei dieser Studie das Olivenöl teilweise durch Rapsöl ersetzt wurde, das in der Mittelmeerküche gar nicht verwendet wird. Rapsöl hat eine ganz andere Zusammensetzung als Olivenöl und enthält deutlich mehr Alpha-Linolensäure.Infos zur Lyon-Studie

Im Jahr 2003 veröffentlichten Forscher der Universität Athen (Antonia Trichopoulou u.a.) Ergebnisse, bei der die aktuellen Ernährungsgewohnheiten in Griechenland und anderen Ländern in Bezug gesetzt wurden zur Sterblichkeit und zu Herzerkrankungen. Dabei wurde festgestellt, dass ausgeprägte Mittelmeer-Kost die Lebenserwartung verlängert, und zwar bei einem 60-jährigen Mann statistisch um ein Jahr.Deutsche Ärztezeitung (2005) Nach einer amerikanischen Studie, deren Ergebnis 2006 veröffentlicht wurde, verringert diese Kost auch signifikant das Risiko, an Alzheimer zu erkranken.Deutsches Ärzteblatt (2006) Selten wird in Publikationen darauf hingewiesen, dass die griechische Studie zwar einen lebensverlängernden Effekt der Mittelmeer-Diät für Griechenland und Spanien zeigte, jedoch keinen für Menschen in Deutschland und der Niederlande, wenn sie sich gemäß dieser Kostform ernährten. Im Gegenteil starben deutsche Anhänger dieser Ernährungsweise statistisch sogar früher. Auf dieses Ergebnis wird in der Studie jedoch nicht näher eingegangen.Bericht der Welt: Die Mittelmeerdiät nützt nur am Mittelmeer (2005)

Quellen

Jan
08

Das Optifast-Programm ist ein einjähriges, medizinisch und psychologisch begleitetes Programm zur Gewichtsreduktion und zum dauerhaften Halten des Gewichts ohne Jojo-Effekt. In der so genannten Fastenphase besteht die Nahrung aus einer Formula-Diät (Fertigprodukte). Das ambulante Therapieprogramm wird in rund 35 Zentren in Deutschland und Österreich angeboten. Das Programm wird von der Novartis Nutrition GmbH vertrieben.

Aufbau des Programms

Optifast besteht aus einer Fastenphase von 12 Wochen, einer Übergangsphase von sechs Wochen und einer Steigerungs- und Stabilisierungsphase. Insgesamt dauert das Programm 52 Wochen. Es finden wöchentlich Gruppensitzungen mit 10 bis 14 Personen statt, die medizinisch und psychologisch betreut werden. Ein Ernährungsberater instruiert die Gruppe über das richtige Essverhalten. Zusätzlich gibt es in den ersten 26 Wochen nach der Gruppensitzung ein Sportangebot aus (Wasser-)Gymnastik oder anderen geeigneten Sportarten (Nordic Walking).

Fastenphase

Die Fastenphase besteht aus 5 Tüten Pulvernahrung pro Tag, die ausschließlich über den Optifast-Zentren zu beziehen sind. Auch bei eBay werden die Tüten angeboten. Das Pulver wird in Wasser aufgelöst und ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Die Gesamtkalorienzufuhr beträgt in dieser Zeit ca. 800 kcal pro Tag, was in den meisten Fällen zu einer drastischen Abnahme bei den Patienten führt. Durch den hohen Eiweißgehalt des Pulvers erhofft man sich, Muskelabbau zu verhindern. Dies soll durch wöchentliche Kräftigungsübungen unterstützt werden, welche von Pysiotherapeuten betreut werden. Weiterhin wird die Notwendigkeit vermittelt, privat Sport zu treiben, wodurch der Fettabbau begünstigt werden soll.

Übergangsphase

In diesen sechs Wochen wird die Tütennahrung nach und nach durch normale Nahrung ersetzt. Dabei wird ein “Ampel”-Punktesystem eingeführt, welches - vereinfacht gesprochen - rote (Fettgehalt ≥80% z.B. Butter; Zucker/Fettgemisch z.B. Schokolade), gelbe (Fett und Eiweiß z.B. Fleisch, Milch) und grüne Punkte (Kohlenhydrate z.B. Brot, Gemüse, Kartoffeln) unterscheidet. In der ersten Umstellwoche stehen 4 grüne (entspricht einem Bötchen und einem Apfel) und ein gelber Punkt (z.B. 60 gr. Lachschinken) täglich zur Verfügung, daneben werden in dieser Woche täglich 4 Tüten Pulvernahrung verzehrt. Es wird durch dieses System beabsichtigt, frühzeitig “bewußt” zu Essen. So können Punkte gespart und an anderen Tagen verzehrt werden.

Steigerungs- und Stabilisierungsphase

Die Nahrungsmenge wird nun nach und nach gesteigert (dieses geschieht durch Erhöhung des “Punktekontos”), bis der Patient nicht mehr abnimmt. Das kann individuell sehr verschieden sein.
Es besteht im weiteren Verlauf des Therapieprogrammes (durch Herabsetzen der Punkte und/oder Einschieben einer auf 6 Wochen verkürzten Tütenphase) die Möglichkeit, das Gewicht bis zum Wunschgewicht weiter zu reduzieren

Pro und Contra

Pro

  • Schnelle Gewichtsreduktion in den ersten 12 Wochen (Motivation)
  • Muskelabbau wird durch hohe Eiweißgaben versucht zu verhindern
  • Das Punktesystem orientiert sich an den Empfehlungen der DGE
  • Relativ langer Therapiezeitraum (intensive Stabilisierung)

Contra

  • Zeitinvensiv, da man einen Abend in der Woche gebunden ist.
  • Muskelabbau lässt sich nicht vollständig vermeiden.
  • Teuer (ca. 3000€; einige Krankenkassen bezuschussen jedoch das Programm)
  • Die Rückfallquote ist umstritten. Laut einer Studie (siehe Weblinks) beträgt die langfristige Erfolgsquote 58%
Jan
08

Thaumatin (E 957) ist ein in der Natur vorkommender Süßstoff. Er ist 2000- bis 3000-mal so süß wie Zucker. Thaumatin hat einen Lakritze-artigen Nachgeschmack und wird auch als Geschmacksverstärker eingesetzt. Thaumatin wurde in den 1970er Jahren identifiziert und ist seit Anfang 1996 durch die EG-Süßungsmittelrichtlinie zugelassen.

Thaumatin ist ein Gemisch aus drei Proteinen, die in den Samenkapseln der westafrikanischen Katemfe-Pflanze (Thaumatococcus daniellii), Einheimische nennen Sie auch “Ndebion”, enthalten sind und daraus isoliert werden. Die Ausbeute ist allerdings sehr gering, aus 1 kg lassen sich nur 6 g Thaumatin isolieren.

Verwendet wird er in Süßwaren (oft in solchen auf Kakao- oder Trockenfruchtbasis), Diät- und Nahrungsergänzungsmitteln und Kaugummi.

Thaumatin wird als gesundheitlich unbedenklich eingestuft und besitzt keinen ADI-Wert. Es wird von den Einheimischen in Afrika seit langem verwendet.

Jan
08

Almandin (von lat. alabandina, nach der antiken Stadt Alabanda in Karien), auch Eisentongranat, ist ein häufig vorkommendes Silikat-Mineral, genauer ein Inselsilikat (Nesosilikat) aus der Familie der Granate.

Seine Färbung schwankt zwischen rot und violett, seltenere Farbtöne sind rotbraun oder schwarz. Das Mineral kristallisiert im kubischen Kristallsystem typischerweise in rhombischen Dodekaedern. Es treten aber auch 24-flächige Trapezoeder, Kombinationen dieser Formen und manchmal auch 48-flächigen Hexoktaeder auf. Ebenfalls oft zu finden sind massige Aggregate.

Varietäten und Modifikationen

Almandin (Fe3Al2[SiO4]3) bildet mit Pyrop (Mg3Al2[SiO4]3) und Spessartin (Mn3Al2[SiO4]3) eine Mischreihe, genannt Pyralspit-Reihe.

Almandin, Pyrop und Spessartin sind in der Natur selten in reiner Form zu finden, sondern enthalten stets einen gewissen Anteil an Eisen, Magnesium und/oder Mangan (manchmal auch einen geringen Anteil an Yttrium). Allerdings lässt die Dichteprüfung eine gewisse Zuordnung zu den Endgliedern der Mischreihe zu. Aus dem gleichen Grund schwankt auch die Brechzahl stark.

Ein Mischkristall, der das Verhältnis Magnesium zu Eisen von etwa 1:2 und eine rosa- bis rotviolette Farbe aufweist, wird nach Hugo Strunz Rhodolith genannt (Klockmanns Lehrbuch der Mineralogie).

Bildung und Fundorte

Die Kristalle sind normalerweise im metamorphen Gestein eingebettet und von anderen Almandin-Kristallen getrennt. Begleitminerale sind Feldspat, Glimmer, Quarz und Staurolith.

Bedingt durch seine Entstehung hat der Almandingranat starke innere Spannungen, wie auch jeder andere Granat. Er ist durch alle Mineralsäuren angreifbar.

Zu finden ist Almandin unter anderem in Fort Wrangel in Alaska, Nordostbayern in Deutschland, Indien, Ampandramaika auf Madagaskar, Norwegen, Ötztal, Zemmgrund und Zillertal in Österreich, Mtoko in Rhodesien, Falun in Schweden, USA und Nordtessin in Schweiz.

Verwendung

Almandin wird wie die meisten anderen Minerale der Granatfamilie vor allem zur Herstellung von Schmuck verwendet.

Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale

Jan
08

Aikinit ist ein seltenes Blei-Kupfer-Bismut-Schwefel-Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide, genauer ein Sulfosalz mit der chemischen Formel 2PbS · Cu2S · Bi2S3. Es kristallisiert im Orthorhombischen Kristallsystem und bildet metallisch glänzende, prismatische oder nadelige, gestreifte Kristalle, aber auch massige Aggregate in den Farben grau, braun oder schwarz, seltener weiß bis cremefarben. Der bisher größte, gefundene Kristall hat eine Länge von einem Meter.

Aikinit bildet zusammen mit Hammerit (2PbS·Cu2S·2Bi2S3), Lindströmit (2PbS·Cu2S·3Bi2S3), Gladit (2PbS·Cu2S·5Bi2S3), Krupkait (PbCuBi3S6) und Pekoit (PbCuBi11(S,Se)18) die Aikinit-Reihe.

Bildung und Fundorte

Aikinit bildet sich hydrothermal in Erzgängen und wird von den Mineralen Gold, Pyrit, Bleiglanz und Tennantit begleitet.

Fundorte sind unter anderem La Gardette/Bourg d’Oisans in Frankreich, Berezovsk/Ural in der Russischen Föderation, Gladhammar in Schweden, Val d’Anniviers in der Schweiz und Idaho und Nevada in den USA.

Geschichte

Aikinit wurde nach dem englischen Geologen Arthur Aikin (1773-1854) benannt.

Synonyme

International ist Aikinit unter verschiedenen Namen bekannt, so unter anderem als Aikinite (nach Chapman), Acicular Bismuth, Acicular bismuth glance, Aciculit, Aikenit, Argentoaikinite, Belonite (nach Glocker), Cupreous Bismuth, Nadelerz und Patrinit.

Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale

Jan
07

Max Gerson (* 10. Oktober 1881 in Wongrowitz, Deutschland (heute Polen); † 8. März 1959 in New York) war ein Arzt und Erfinder der umstrittenen Gerson-Diät gegen Migräne aber auch schwere Krankheiten, insbesondere Tuberkulose und Krebs.

Leben

Gerson wurde 1881 im damals zu Deutschland gehörenden Wongrowitz (heute Polen) geboren. Er studierte Humanmedizin in Breslau, Würzburg, Berlin und Freiburg im Breisgau und wurde Arzt. Er zog später nach Bielefeld. Da Gerson Jude war, floh er 1933 aus Deutschland und emigrierte zunächst nach Wien, später nach Frankreich und 1936 schließlich in die USA, wo er sich in New York City niederließ und US-Staatsbürger wurde. Gerson starb an einer Lungenentzündung 1959 in New York. Nach seinem Tod wurde seine Diät von Kliniken und anderen Ärzten weiterhin eingesetzt.

Jan
07

Johanna Budwig (* 1908; † 2003) war eine Diplom-Chemikerin mit Promotion in den Fächern Chemie und Physik, die durch ihre Öl-Eiweiß-Kost bekannt wurde.

Sie war der Meinung, dass Krebs durch eine Öl-Eiweiß-Kost heilbar wäre. Die sogenannte Budwig-Diät basiert einerseits auf der Empfehlung, bestimmte Nahrungsmittel zu essen, andererseits auf dem Verbot bestimmter Nahrungsmittel. Sie war ursprünglich als Diät für Hepatitispatienten gedacht.

Diese spezielle Form einer Krebsdiät ist in der bisherigen wissenschaftlichen Medizin nicht anerkannt und umstrittenen. Aktuelle Forschungen des Tumorwissenschaftlers Johannes Coy zeigen aber, dass unter bestimmten Voraussetzungen (in den Krebszellen muss das Enzym TKTL-1 nachweisbar sein) eine glukose- und kohlenhydratarme sowie Öl- und proteinreiche Ernährung eine Krebstherapie unterstützen kann.

Die Theorien von Budwig spielten in der modernen evidenzbasierten Medizin bisher keine Rolle, werden aber mitunter in alternativmedizinischen Kreisen weiter verbreitet oder angewandt, und in aktuellen Forschungen von Johannes F. Coy wieder aufgegriffen.

Die Budwig-Diät

Besonders empfohlen wird der Verzehr von Leinsamen, kaltgepresstem Leinöl, Quark und Hüttenkäse. Leinsamen enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Linolensäure. Budwigs Meinung nach müsse Leinsamenöl Bestandteil der Nahrung sein, da es essentiell sei und der Mensch es nicht selbst produzieren könne. Quark und Hüttenkäse seien deshalb wichtig, weil sie viele Schwefel enthaltende Aminosäuren enthielten, die Fettsäuren besser löslich und resorbierbar machten. Daneben können Gemüse, Sauerkrautsaft, Obst oder Nüsse (jedoch keine Erdnüsse) verzehrt werden.

Die Budwig-Diät verzichtet auf Fleisch, Fisch, Butter, konservierte Nahrungsmittel, Margarine, Nudeln, Tiefkühlkost und Zucker.

Budwigs Öl-Eiweiß-Kost beruft sich auf eine rund 80 Jahre alte Hypothese des Medizin-Nobelpreisträgers Otto Heinrich Warburg zur Entstehung von Dickdarmkrebs, die so genannte Warburg-Hypothese, die früher weder widerlegt noch bewiesen, und erst im Jahr 2006 bei einem Laborversuch für Mäuse bestätigt werden konnte.

Budwig schlussfolgerte, dass der anaerobe Stoffwechsel der Tumorzellen mit Hilfe einer gezielten Ernährung zurück zum aeroben Stoffwechsel geführt werden könne. Laut Budwig hat das Gemisch von schwefelhaltigen Proteinen, wie sie in Quark oder Hüttenkäse enthalten sind, zusammen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie man sie in Leinsamen findet, Auswirkungen auf die Zellatmung des Tumorgewebes. Einen Nachweis für die beschriebenen Wirkungen auf den Stoffwechsel von Krebszellen konnte Budwig jedoch nicht erbringen.

Kritik an der Budwig-Diät

Onkologen und Ernährungswissenschaftler sind der Meinung, dass eine Diät alleine nicht in der Lage ist, eine Krebserkrankung zu heilen. Berichte über Heilerfolge werden als Anekdoten angesehen, da es keine wissenschaftlichen Studien zu diesen Berichten und einer möglichen Wirksamkeit dieser Diät bei Krebs gibt. Als Diät, die eine effektive Therapie begleitet, kann sie jedoch bei Nachweisbarkeit des Enzyms Enzyms TKTL-1 akzeptiert werden, da nicht zu erwarten ist, dass von dieser Diät alleine eine Mangel- oder Fehlernährung ausgeht. Die Diät ist in ihrer Zusammensetzung jedoch sehr einseitig.ARD-Beitrag zu Krebsdiäten (2006)

Johanna Budwig ging von einem generell krebshemmenden Effekt von mehrfach ungesättigten Fettsäuren ausBudwig, J., Krebs. Das Problem und die Lösung. Die Dokumentation, 6. Aufl., Kernen 1999, ignorierte jedoch den in der Zwischenzeit nachgewiesenen Unterschied zwischen Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren. Dabei weisen zahlreiche Studien auf krebsfördernde Wirkungen einer übermäßigen Zufuhr an Omega-6-Fettsäuren hin, wogegen für Omega-3-Fettsäuren krebshemmende Wirkungen belegt sind.z.B. Berquin IM et al., Modulation of prostate cancer genetic risk by omega-3 and omega-6 fatty acids, J Clin Invest. 2007 Jul 2;117(7):1866-1875. PMID 17607361 oder Rose DP, Connolly JM, Effects of dietary omega-3 fatty acids on human breast cancer growth and metastases in nude mice, J Natl Cancer Inst. 1993 Nov 3;85(21):1743-7, PMID 8411258 Somit ist Budwigs Hypothese, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren prinzipiell die Zellatmung in Krebszellen reaktivieren und diese damit zum Absterben bringen, nicht haltbar. Vor diesem Hintergrund dürften die wissenschaftlich nicht abgesicherten Überlieferungen Budwigs in Bezug auf die Heilerfolge bei Krebs auf den vergleichsweise hohen Omega-3 und niedrigen Omega-6-Gehalt des von ihr angewendeten Leinöls zurückzuführen sein.

Einzelnachweise

Jan
07

Die Atkins-Diät, benannt nach ihrem Erfinder Robert Atkins, ist eine Diät nach dem Low-Carb-Prinzip. Sie reduziert die Aufnahme von Kohlenhydraten am Anfang drastisch und nutzt Fett sowie Eiweiß als Hauptenergieträger. Dieser Ansatz soll nach Ansicht der Anhänger der Atkins-Diät den Körper dazu zwingen, Fett zur Energiegewinnung in Keton-Körper zu verwandeln. Die Atkins-Diät ist umstritten und wird von vielen Ernährungsexperten als einseitig und potenziell gesundheitsschädlich abgelehnt.

Die von Atkins 1989 gegründete “Atkins Nutritionals Inc.” war eine schnell wachsende Firma, die Millionen von Menschen, die sich dem “low carbohydrate lifestyle” verschrieben hatten, mit einer breiten Palette von entsprechenden Produkten versorgte. Nach dem Abebben der Atkins-Welle in den USA ging es jedoch mit dem Unternehmen steil bergab. Am 31. Juli 2005 verkündete ein Unternehmenssprecher, dass Atkins Nutritionals Inc. Insolvenz beantragt habe.

Die Prinzipien der Atkins-Diät

Als Atkins in den 1970er Jahren sein Diätbuch veröffentlichte, hieß seine Devise: Fett und Eiweiß sind erlaubt, Kohlenhydrate verboten. Später hat er dieses Prinzip modifiziert, so dass Kohlenhydrate nun in kleinen Mengen Bestandteil der Diät sind. Die kohlenhydratarme Kost soll den Blutzuckerspiegel niedrig halten. Vitamine und Mineralstoffe sollen durch Zusatzpräparate aufgenommen werden. Wesentlich ist, dass der Körper Eiweiß im Gegensatz zu Kohlenhydraten nicht speichern kann, so dass überschüssiges Eiweiß ausgeschieden wird. So bleibt zur Energiegewinnung vor allem Fett.

Bei der Atkins-Diät gibt es vier verschiedene Phasen, die sich durch unterschiedliche Zufuhrmengen an Kohlenhydraten unterscheiden. Personen mit starkem Übergewicht sollen mit Phase I anfangen, um möglichst schnell in die Lipolyse, speziell die so genannte Ketose zu kommen, bei der vom Körper Fett verbraucht wird. Außerdem soll, vor allem wenn man nicht weiter abnimmt, auf die Kalorienmenge geachtet werden. Sport wird mittlerweile angeblich als wichtiges Element der Diät angesehen; das war zunächst nicht der Fall.

Atkins empfiehlt Nahrungsergänzungsmittel, um einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen auf Grund der einseitigen Ernährung zu vermeiden.

Die Ketose

Hauptartikel: Ketose

Der Körper nutzt aufgenommene Kohlenhydrate, um sie in Energie zu verwandeln. Werden mit der Nahrung keine Kohlenhydrate zugeführt, ist das nicht möglich, so dass der Stoffwechsel umgestellt werden muss auf Fettverwertung. Dabei werden Fettsäuren in der Leber als Glucoseersatz in so genannte Ketonkörper verwandelt. Ketone entstehen grundsätzlich bei jeder Diät, sobald der Körper auf Hungerstoffwechsel umschaltet, vor allem beim Fasten. Eine erhöhte Konzentration wird als Ketose bezeichnet, erkennbar an deutlichem Mundgeruch als Folge des Stoffwechselproduktes Aceton. Vermehrte Ketonkörper im Blut sollen angeblich appetithemmend wirken. Abgeleitet von Ketose bezeichnen sich die Atkins-Anhänger auch als Ketarier.

Phase I (Einleitungsdiät)

Hier sollten nur bis zu 20 g Kohlenhydrate täglich 14 Tage lang gegessen werden. Fleisch bietet laut Atkins neben Eiern die optimale Kombination an Aminosäuren. Auch Soja-Produkte können verwendet werden. Die erlaubte Kohlenhydratmenge sollte als Salat und Gemüse aufgenommen werden, um Verstopfungen zu vermeiden. Brot ist verboten.

Es wird empfohlen, die Atkins-Diät mit einem Arzt abzusprechen, um die Änderung der Blutwerte zu überprüfen. Durch die sehr geringe Menge an Kohlenhydraten ist der Körper schnell gezwungen, zur Energiegewinnung auch Fett heranzuziehen. Die dabei als Zwischenprodukt auftretenden Ketonkörper können mit Hilfe von sogenannten Ketosticks im Urin nachgewiesen werden.

Phase II (Grundlegende Reduktionsdiät)

In Anschluss an Phase I wird die Ernährung weitergeführt, nun können nach der Modifikation der Diät Woche für Woche mehr nährstoffreiche Kohlenhydrate wie Gemüse, Nüsse, Beeren, Samen und auch Bohnen und Hülsenfrüchte in die Ernährung eingebaut werden. Dabei soll die Menge an zugeführten Kohlenhydrate um 5 g pro Woche erhöht werden, so dass in der ersten Woche auf 25 g Kohlenhydrate, in der zweiten Woche auf 30 g usw. erhöht wird.

Sobald man nicht mehr abnimmt, soll die Kohlenhydratmenge wieder um 5 g verringert werden. Man kennt nun die Mengen an Kohlenhydraten, die man maximal verzehren darf um weiter abzunehmen. Bei den meisten Menschen soll die Menge dauerhaft zwischen 40 und 60 g liegen.

Phase III (Vor-Erhaltungsdiät)

Nun soll die Gewichtsabnahme nahezu stagnieren. Dazu kann wieder die Kohlenhydratmenge jeder Woche um 10 g weiter erhöht werden oder an zwei Tagen in der Woche zusätzlich 20 bis 30 g Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte zur Nahrung ergänzt werden, solange man immer noch abnimmt.g

Phase IV (Lebenslange Erhaltungsdiät)

Ist das Zielgewicht erreicht, erhöht sich die Auswahl an “erlaubten” Lebensmitteln.

Studien

Im April 2003 veröffentlichte das Wissenschaftsmagazin Journal of American Medical Association die erste systematische Datenauswertung aus 96 relevanten Studien (2.503 Artikel erfüllten nicht die notwendigen Kriterien, wie z.B. korrekte Kontrollen oder Studiendauer über 4 Tage) bezüglich der Wirksamkeit und Sicherheit von Niedrig-Kohlenhydratdiäten. Gemäß dem Ergebnis dieser Meta-Auswertung gibt es keinen Hinweis auf die Wirksamkeit von Niedrig-Kohlenhydratdiäten, wie z.B. der Atkins-Diät und ihrer Spielarten (JAMA, Vol. 289 No. 14, 9. April 2003).

Bei einer Vergleichsstudie zu vier Diäten, darunter die Atkins-Diät, die 2007 im JAMA publiziert wurde, verloren die Probandinnen der Atkins-Gruppe mit 4,7 kg in zwölf Monaten das meiste Gewicht. Die Studie merkt jedoch an, dass dieser Gewichtsverlust relativ gering sei. Es wurden keine negativen Auswirkungen auf die Cholesterin- und Insulinwerte festgestellt, einige Werte waren sogar besser als in den anderen Diät-Gruppen.Comparison of the Atkins, Zone, Ornish, and LEARN Diets for Change in Weight and Related Risk Factors Among Overweight Premenopausal Women

Seit einigen Jahren wird am Universitätsklinikum Benjamin Franklin in Berlin, unter ärztlicher Kontrolle eine kohlenhydratreduzierte Diät durchgeführt. In regelmäßigen Abständen werden die Blutgase, das Cholesterin, der Blutzucker und der Grundumsatz untersucht. Außerdem werden mehrmals Glucose-Toleranztests durchgeführt, um festzustellen, wie gut die Bauchspeicheldrüse funktioniert.

Neueren Untersuchungen zufolge funktioniert die Atkins-Diät tatsächlich insofern, als die Probanden Gewicht verlieren, doch nicht wegen der Umstellung des Metabolismus auf Ketonkörper, sondern weil die Probanden von sich aus ihre Nahrungsmittelaufnahme reduzieren und dadurch weniger Kalorien zu sich nehmen. Möglicherweise kommen die Betroffenen auf Grund der kohlenhydratarmen Nahrung früher zu einem Sättigungsgefühl; der zugrunde liegende biochemische Mechanismus ist allerdings noch unklar. Es wird vermutet, dass die sehr eiweißreiche Ernährung hierfür verantwortlich ist.Funktioniert die Atkins-Diät wirklich?

Kritik

Die Ernährungswissenschaft geht davon aus, dass eine ketogene Ernährung bei Low Carb-Diäten zu verschiedenen Gesundheitsstörungen und -schäden führen kann, unter anderem Niereninsuffizienz, Leberschäden, Akne und Verstopfung. Der Fettgehalt bei dieser Diät liegt bei über 50 Prozent, die Diät ist nicht ausgewogen. Es gelten die Kritikpunkte für Low-Carb-Diäten.

„(…) eine begrenzte Aufnahme von Vollkornbrot und Getreide, Früchten und Gemüse stellt keine ausgewogene Ernährung dar. Die Abwesenheit dieser Nahrungsgruppen könnte das Risiko für Krebs oder kardiovaskuläre Erkrankungen erhöhen. Der Kohlenhydratgehalt dieser Diät liegt unter dem Minimum, das der Körper benötigt, um Gehirn und Muskeln mit Zucker zu versorgen. Personen, die sich der Atkins-Diät unterzogen, litten deutlich häufiger an Muskelkrämpfen, Durchfall, generellen Schwächeanfällen und Hautausschlägen als Personen unter der empfohlenen fettarmen Diät.“

2005 wurde das Ergebnis amerikanischer Forscher veröffentlicht, dass die Atkins-Diät auf Grund der Ketosewirkung zu einem signifikanten Anstieg der Methylglyoxal-Produktion
führt. Dieser chemischen Verbindung wird zelltoxische Wirkung zugeschrieben und sie kann vor allem bei Diabetikern zu Gefäß- und Gewebeschädigungen führen. Einzelne Fälle von lebensbedrohlicher Azidose sind bekannt.Widhalm/Fussenegger: Lebensbedrohliche Komplikationen bei Atkins-Diät

Patienten mit Niereninsuffizienz und Diabetikern, insbesondere wenn letztere mit Metformin behandelt werden, wird von Medizinern von der Atkins-Diät abgeraten, da bei ihnen die entstehenden Ketonkörper nicht ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden können und die Gefahr der Azidose, einer Übersäuerung des Blutes, droht.

Quellenangaben

Jan
07

Krebsdiäten zählen zu den komplementären Heilmaßnahmen gegen Krebserkrankungen.

Statistiken zufolge wendet jeder zweite Krebskranke parallel zur konventionellen Behandlung auch eine oder mehrere komplementäre (unkonventionelle) Therapien an. Fast immer beinhalten diese auch ernährungsbezogene Maßnahmen, etwa den Verzicht auf Genußmittel und weißen Zucker oder den vermehrten Verzehr von Obst und Gemüse. Dies steht nicht immer im Widerspruch zur evidenzbasierten Medizin. Aufgrund von epidemiologischen Erkenntnissen, die eine vorbeugende Wirkung der “gesunden” Ernährungsweise gegenüber Krebsentstehung vermuten lassen, empfehlen Onkologen häufig auch bereits erkrankten Personen eine an Vitaminen und Spurenelementen reiche, fettreduzierte, möglichst abwechslungsreiche Mischkost.

Dezidierte Krebs-Diäten gehen über solche allgemein gehaltenen Empfehlungen hinaus und enthalten oft hervorgehobene, ungewöhnliche Komponenten, etwa bestimmte Pflanzen oder Inhaltsstoffe. Darüberhinaus bieten sie immer auch theoretische, wissenschaftlich allerdings wenig abgesicherte Erklärungsmodelle für ihre erhoffte Wirkung gegen Krebs. Es soll in der Regel eine “Entgiftung” des Organismus’ und Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte erzielt werden. Andere Ansätze hoffen die Krebszellen “auszuhungern” oder zu vergiften, was einer bildhaften Vorstellung entspricht, die jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt.

Diese Zusammenstellung zeigt, dass sich die Empfehlungen teilweise widersprechen. Keine der vorgenannten Diätformen ist nach den Maßstäben der evidenzbasierten Medizin als wirksam nachgewiesen. Im Gegenteil kann eine sehr einseitige Kost, etwa die makrobiotische Kost in der höchsten Anwendungsstufe, bei Gesunden und Kranken zu Mangelerscheinungen führen.

Siehe auch: Mikronährstoff (Medizin)

Jan
07

Joachim Kretzer (* 1968) ist ein deutscher Schauspieler.

Bekannt wurde Joachim Kretzer als Achim Kreutzer in der Serie In aller Freundschaft, die er 1998 bis Folge 39 spielte. 1999 spielte er neben Maria Furtwängler in der Barbara Wood-Verfilmung Herzflimmern und neben Christine Neubauer in Twiggy - Liebe auf Diät. Es folgen u.a. die Rosamunde Pilcher-Verfilmung Wind über dem Fluß sowie Episodenrollen in den Serien Der Alte, Siska, Unser Charly, Für alle Fälle Stefanie, Der Bulle von Tölz, HeliCops und Die Rosenheim-Cops.

Im Kino etablierte er sich ebenfalls: Gabriel Barylli gibt ihm 1999 die Rolle des Andreas in Wer liebt, dem wachsen Flügel (mit Maximilian Schell und Verona Feldbusch) Oskar Roehler besetzte ihn 2005 für seine Verfilmung von Michel Houellebecqs Elementarteilchen. Außerdem spielt er in Jan Henrik Stahlbergs Muxmäuschenstill den Björn.

2005 und 2006 spielte er den Old Shatterhand an der Seite Gojko Mitics in Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg bzw. Winnetou 3 bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg.

Jan
07

Chalkanthit, in der Chemie auch als Kupfersulfat (veraltet Kupfervitriol) bekannt, ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserhaltigen Sulfate ohne fremde Anionen. Es kristallisiert im triklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung CuSO4 · 5 H2O und entwickelt meist krustige Überzüge oder faserige bzw. körnige Aggregate, selten auch kleine, prismatische bis tafelige Kristalle in Hell- bis dunkelblauer Farbe. Sehr selten sind auch grüne bis grünblaue Kristalle zu finden.

Chalkanthit bildet zusammen mit den Mineralen Jokokuit, Pentahydrit und Siderotil die Chalkanthit-Reihe.

Da Chalkanthit an der Luft dehydratisiert, sollte er möglichst unter Luftabschluss aufbewahrt werden, damit die Kristalle nicht zerfallen. Zuviel Wasser löst die Chalkanthitkristalle dagegen auf.

Etymologie und Geschichte

Der Name Chalkanthit ist eine Zusammensetzung der griechischen Worte chalkos für Kupfer und anthos für Blüte.

Bildung und Fundorte

Chalkanthit bildet sich durch Oxidation von Kupfer-Sulfiden, vor allem von Chalkopyrit, wobei es nur in ariden Klimazonen stabil ist. Sehr oft lässt es sich im Alten Mann verlassener Stollen finden.

Wichtige Fundorte sind unter anderem Bisbee, Arizona in den USA, Chuquicamata in Chile , Rio Tinto in Spanien sowie die Minen Rammelsberg bei Goslar, Harz, und Herja (Herzsabanya) bei Baia Mare in Rumänien.

Verwendung als Rohstoff

Chalkanthit ist ein wichtiges Kupfererz.

Jan
07

Hollywood

  • ist ein Stadtteil von Los Angeles, siehe Hollywood
  • (auch Cillín Chaoimhín) ist der Name eines kleinen irischen Ortes im County Wicklow
  • ist der Name eines Ortes in England, siehe Hollywood (Worcestershire)
  • ist der Name einer Stadt in Alabama, siehe Hollywood (Alabama)
  • ist der Name einer Stadt in Arkansas, siehe Hollywood (Arkansas)
  • ist der Name einer Stadt in Florida, USA, siehe Hollywood (Florida)
  • ist der Name einer Stadt in New Mexico, siehe Hollywood (New Mexico)
  • ist der Name eines Friedhofs in Richmond, Virginia, siehe Hollywood Cemetry
  • ist der Name eines Liedtitels von Madonna (Künstlerin) siehe Madonna (Künstlerin)
  • ist der Name eines Liedes von The Cranberries
  • ist Teil des Namens der Pop-Band Frankie Goes to Hollywood
  • „Mister Hollywood“ ist der Spitzname von Rallye-Weltmeister (2003) Petter Solberg aus Norwegen
  • ist der Name einer Diät, siehe Hollywood-Diät
  • ist der Name eines Zusatzprogramms für das Pinnacle Studio (siehe: Hollywood FX)
Jan
07

Eva Schumann (* 1957 in Frechen bei Köln) schreibt unter ihrem Namen Gartenbücher und Ratgeber, unter dem Pseudonym Lara B. Schreiber Ratgeber und unter dem Pseudonym Eva B. Gardener Romantikkrimis.

Leben

Die gelernte Gartenbau-Ingenieurin schrieb zunächst neben ihrer eigentlichen Berufsausübung. 1996 erschien ihr erstes Gartenbuch. Nach einer Fortbildung zur Netzwerk- und Internetmanagerin konnte sie auch hauptberuflich schreiben - als technische Fachredakteurin. Nebenberuflich veröffentlichte sie weitere Fachbücher und Ratgeber, sowohl in Zusammenarbeit mit Verlagen als auch im Selbstverlag. Unter dem Pseudonym Eva B. Gardener veröffentlicht sie Romantikkrimis mit dem Motto “Krimispannung, Liebe, schlanke Rezepte”. 2003 erschien der erste Kriminalroman der Jana-und-Jay-Reihe im Selbstverlag, 2005 dann der zweite der Reihe beim Gmeiner-Verlag. Schumann lebt heute in Freising bei München.

Jan
07

Fit for Fun (Gründung: 1992, Auflage: 105.000 Exemplare) gilt als Pionier der sog. Fitness-Zeitschriften. Ihr Schwerpunkt liegt auf Fitness und Medizin. Sie erscheint monatlich und enthält Informationen über neue Fitness-Varianten, Trainingstipps, medizinischen Erfolg und informiert über eine optimale Diät. Im Heft existiert auch die Rubrik „Sex and Soul“. Vierteljährlich erscheint ein Begleitheft, in dem sich 2.000 Singles (männlich/weiblich) vorstellen. Die Redaktion des Magazins befindet sich in Hamburg.

Details:

  • Auflage: 297.059 (Verk. Auflage IVW III/06)
  • Reichweite: 1,44 Mio. Leser (ma 2006/II)
  • Copypreis: € 3,00
  • Erscheinungsweise: monatlich

Fit for Fun TV

Auf VOX lief von 2001 bis 2006 die Reihe „Fit-For-Fun-TV“. Anfangs wurde die Sendung von Annabelle Mandeng und anschließend ab 2002 von Nandini Mitra moderiert. Die Sendung wurde von 2001 bis Ende 2005 in den MMC Ateliers Studios (Studio 21)/Cologne Broadcasting Center in Köln-Ossendorf aufgezeichnet. Die letzten Folgen wurden bis Absetzung der Sendung im Februar 2006 bei RTL (virtuelles Studio, Studio 3) in Köln-Junkersdorf produziert.